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Tic-Störungen und Tourette-Syndrom

Spezialsprechstunde für Kinder und Jugendliche mit Ticstörungen und Tourette-Syndrom

Kindergesicht. Kind hält sich mit dem linken Zeigefinger das Auge zu.

Ticstörungen und das Tourette-Syndrom gehören zu den häufigsten neurologischen Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter. Sie äußern sich durch unwillkürliche, wiederkehrende Bewegungen (motorische Tics) und/oder Lautäußerungen (vokale Tics), deren Ausprägung im Verlauf häufig schwankt. Viele Kinder entwickeln vorübergehende Tics, die keiner Behandlung bedürfen. Bestehen Unsicherheiten ob es sich überhaupt um einen Tic handelt, halten die Symptome länger an oder führen sie zu Einschränkungen im Alltag, kann eine spezialisierte Diagnostik und Beratung sinnvoll sein.

In unserer Spezialsprechstunde bieten wir eine umfassende, interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Ticstörungen und Tourette-Syndrom an. Ziel ist es, gemeinsam mit den Familien die individuelle Ausprägung der Erkrankung zu verstehen und eine auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmte Behandlung zu entwickeln.

Ein Schwerpunkt liegt bei entsprechendem Bedarf auf der Erkennung und Behandlung häufig begleitender Erkrankungen. Hierzu zählen insbesondere ADHS, Zwangsstörungen, Angststörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, Lern- und Entwicklungsstörungen sowie emotionale Belastungen. Da diese Begleiterkrankungen häufig den Alltag stärker beeinträchtigen als die Tics selbst, beziehen wir sie gezielt in Diagnostik und Therapieplanung ein.

Unser Angebot umfasst unter anderem:

  • ausführliche neuropädiatrische Diagnostik
  • Beratung zu Ticstörungen und Tourette-Syndrom sowie zum natürlichen Verlauf der Erkrankung
  • Erfassung und Behandlung von Begleiterkrankungen
  • individuelle Therapieplanung entsprechend aktueller wissenschaftlicher Empfehlungen
  • Beratung zu verhaltenstherapeutischen Verfahren, insbesondere Habit-Reversal-Training (HRT) und Comprehensive Behavioral Intervention for Tics (CBIT)
  • Prüfung einer medikamentösen Behandlung bei ausgeprägter Beeinträchtigung
  • Unterstützung bei Fragen zu Kindergarten, Schule und Teilhabe
  • Beratung zu Nachteilsausgleichen sowie zur Zusammenarbeit mit Lehrkräften und weiteren Bezugspersonen

Uns ist wichtig, gemeinsam mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien zu entscheiden, ob und welche Behandlung sinnvoll ist. Nicht jeder Tic muss behandelt werden. Maßgeblich sind das subjektive Belastungserleben, die Auswirkungen auf Alltag, Schule und soziale Teilhabe sowie die Wünsche des Kindes und seiner Familie.

Unser Ziel ist es, die Lebensqualität der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu verbessern, vorhandene Ressourcen zu stärken und Familien im Umgang mit der Erkrankung langfristig zu begleiten.

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