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Pflege in der Allgemeinen Psychiatrie

Menschen mit besonderen psychischen Gesundheitsanforderungen und/oder Krisen brauchen unterschiedliche Unterstützungs- und Behandlungsangebote. Psychiatrische Pflege bietet spezifische Hilfen für Menschen mit psychischen und/oder psychosozialen Beeinträchtigungen, insbesondere Hilfen zur Selbstpflege und zur Gestaltung des Alltags sowie zur Bewältigung der Folgen psychischer Erkrankungen und zur Förderung der Genesung. Gerade deshalb ist es den Pflegenden in der LVR-Klinik Bonn wichtig, gegenüber den Patientinnen und Patienten eine professionelle psychiatrisch-pflegerische Versorgung zu gewährleisten.

Abteilungen und Bereiche

In den Abteilungen für Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie I, II und III sind mehr als ein Drittel aller pflegerischen Mitarbeitenden der Klinik tätig. Die Abteilungen gliedern sich in insgesamt 19 Stationen mit ca. 380 Behandlungsplätzen, vier Tageskliniken sowie den Psychiatrischen Institutsambulanzen und „Leben in Gastfamilien“ (LIGA).

Organisatorisch und strukturell verantwortet je eine Pflegedienstleitung eine Abteilung. Zudem sind die jeweiligen pflegerischen Stationsleitungen sowie deren Stellvertretungen für die durchzuführende Fachverantwortung und Organisation der Stationen zuständig. Die psychiatrisch-pflegerische Versorgung ist auf das gesamte Spektrum psychiatrischer Erkrankungen ausgelegt und erfolgt in interdisziplinärer Zusammenarbeit.

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Psychiatrische Pflege – individuelle Stärkung und Unterstützung

Neben der Erfassung und Erhebung des individuellen Pflegebedarfs, der Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses sowie der Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Pflegequalität, die zu den Vorbehaltsaufgaben einer beruflichen Pflege gehören, liegen die zentralen Aufgaben psychiatrisch Pflegender in einer individuellen Stärkung und Unterstützung von Betroffenen in der Bewältigung ihres Alltags. Das psychiatrisch-pflegerische Handeln bezieht sich daher auf aktuelle und potenzielle Einschränkungen psychischer oder körperlicher Funktionen, sozialer Rollen und alltäglichen Verrichtungen, Risiken und Vulnerabilität, auf eine aktuelle Überforderung, Krisen, biografischen Entwicklungsaufgaben und Potenziale sowie Bedarfe und Ressourcen im Umfeld der Betroffenen.

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Konzepte, Modelle und Instrumente

Um eine professionelle psychiatrisch-pflegerische Versorgung zu gewährleisten, bedienen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielsweise an folgenden Konzepten, Modellen und Instrumenten:

  • Pflegetherapeutische Gruppen
  • Psychoedukation, Informationen und Beratung zu Erkrankungen
  • Training sozialer Kompetenzen
  • Bezugs- und Beziehungspflege, Beziehungsgestaltung
  • Aromapflege, NADA Ohr-Akupunktur Link
  • DBT bei Borderline Persönlichkeitsstörungen Link
  • Safewards-Modell, Deeskalation in psychiatrischen Notfallsituationen, Milieugestaltung Link
  • CBASP bei Depression Link
  • Empowermentkonzept und Salutogenese
  • Ganzheitliche psychiatrische Pflege
  • Kommunikation und Modelle zur Gesprächsführung bzw. zu Techniken
  • DynaLive

Die Konzepte, Modelle und Instrumente werden stetig weiterentwickelt. Insbesondere das pflegefachliche Wissen, welches in internen oder externen Fort- und Weiterbildungen erworben wird, ergänzt und professionalisiert die Herangehensweise und Durchführung.

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