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Pflege in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Die Abteilung für Kinder- Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Bonn besteht aus fünf stationären Einheiten, zwei tagesklinische Einheiten in Bonn und Euskirchen mit je einer Institutsambulanz.

Besonderheiten und Herausforderungen

Mit der Aufnahme fühlen sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Kind oder den Jugendlichen und deren Eltern in besonderem Maße verantwortlich. Wir begleiten gerne Gespräche mit den Eltern oder Therapeuten und erarbeiten gemeinsam mit dem Kind bzw. Jugendlichen den pflegerischen Behandlungsplan.

Im Rahmen der therapeutischen Gesamtbehandlung unterstützen wir unsere Patient*innen bei ihrem strukturierten Tagesablauf sowie bei der Wahrnehmung ihrer diagnostischen, therapeutischen und schulischen Termine. Besonderen Wert legen wir auf ein respektvolles Miteinander im Gruppenalltag. In dieser Atmosphäre bieten wir den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit einer altersentsprechenden Auseinandersetzung mit ihrer aktuellen Situation.

Kinder und Jugendliche bedürfen neben einer adäquaten Behandlung einer altersangemessenen Begleitung im persönlichen Reifeprozess. Dazu gehört die Heranführung und Unterstützung im Umgang mit gesellschaftlichen Normen und Regeln. Darüber hinaus helfen wir im Gruppenalltag bei der Entwicklung und Verfestigung neuer Bewältigungsstrategien sowie der damit verbundenen Umsetzung in das persönliche Umfeld.

Unter Berücksichtigung der individuellen Möglichkeiten, unterstützen wir unsere Patient*innen bei der sinnvollen Freizeitgestaltung, beim Erlernen und Verfestigen sozialer Kompetenzen sowie von Alltagsfertigkeiten. Neben den spontan stattfindenden gelenkten Freizeitaktivitäten auf der Station werden in Absprache mit den Therapeuten folgende wählbare Termine regelmäßig angeboten:

  • Bogenschießen
  • Soziales Kompetenz-Training
  • Entspannungsgruppen
  • Hauswirtschaftliche Projekte (Einkaufen, Ernährung, Kochen, Essen, Küchenhygiene)
  • Freizeitsport in unserer Sporthalle

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Alters- und störungsspezifische Behandlung

Die Behandlungsschwerpunkte der tagesklinischen und stationären Bereiche unterscheidet sich durch das Alter und durch spezifische Störungsbilder unser Patien*tinnen:

Die Kinderstation ist eine Station für Kinder und junge Heranwachsende bis zur Vollendung des 13. Lebensjahres. Aufnahmegründe können z.B. in Verhaltensauffälligkeiten (aggressives oder impulsives Verhalten) oder in emotionalen Störungen (Ängste, sozialer Rückzug, Zwänge) liegen.

Die Jugendstation 1 ist eine geschützt-geschlossene Station. Die Aufnahme für diese Station setzt vor allem eine akute Selbstgefährdung der jugendlichen Patien*tinnen voraus.

Die Jugendstation 2 behandeln wir Patien*tinnen mit Essstörungen, Angst- und Zwangserkrankungen sowie depressiven Störungen.

Auf der Jugendstation 3 behandeln wir vor allem junge Patien*tinnen mit Autismus-Spektrum-Störungen, psychotischen Erkrankungen, depressiven Störungen. Die Station unterteilt sich räumlich in zwei Gruppen: jeweils eine Gruppe für 12- bis 14-Jährige und für 14- bis 18-Jährige.

Die Jugendstation 4 behandelt schwerpunktmäßig Jugendliche Schulverweigerer und Ju-gendliche mit bipolare Störungen.

Die Tageskliniken Bonn und Euskirchen behandeln Kinder und Jugendliche die keine Rund-um-die-Uhr-Behandlung benötigen. Das heißt, dass die Patien*tinnen über Nacht und an den Wochenenden in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld sind und die Tagesklinik zur Behandlung aufsuchen. Diese Form der Behandlung bietet den Familien die Chance, in der Therapie gewonnene Erkenntnisse sowie Fertigkeiten direkt in den Alltag zu transferieren. Die Behandlungsschwerpunkte decken sich mit den Beschreibungen von den offenen stationären Bereichen.

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Aus-, Fort- und Weiterbildung

Als Ausbildungsbetrieb arbeitet die Abteilung mit vielen Krankenpflegeschulen und pädagogischen Einrichtungen zusammen. Auf allen Stationen verfügt die Klinik über ausgebildete Praxisanleitungen. Darüber hinaus stehen Praktikumsplätze für Menschen zur Verfügung, die sich im Studium zur Sozialen Arbeit bzw. der Erziehungswissenschaften befinden oder eine Ausbildung im Erziehungswesen absolvieren.

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