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Flutkatastrophe in Deutschland: Psychotherapeutische Soforthilfe für Kinder und Jugendliche

+++ Terminvergabe +++

Montag bis Freitag von 10:00 bis 12:00 Uhr

  • Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren | Telefon 0228 551-2850
  • Kinder bis 10 Jahre | Telefon 0228 551-7253

Die Flutkatastrophe, die Mitte Juli über unsere Region hereingebrochen ist, hat enorme Schäden hinterlassen. Plötzlich sind die gewohnten Lebensumstände weg, nichts ist mehr wie es vorher war. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen jetzt intensive Unterstützung, um das Erlebte zu verarbeiten.

Unsere Traumaambulanz für Kinder und Jugendliche ist eine Einrichtung zur Unterstützung, Beratung und Behandlung bei schweren psychischen und seelischen Belastungen, die durch eine solche traumatische Erfahrung entstehen können.

Behandlungszentrum Euskirchen: Offene Sprechstunde für Kinder und Jugendliche mit seelischer Belastung nach der Hochwasserkatastrophe

Im Behandlungszentrum Euskirchen bietet die Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Euskirchen eine Offene Sprechstunde für Kinder und Jugendliche mit seelischer Belastung nach der Hochwasserkatastrophe.

  • Zeit: jeden Mittwoch, 10.30-12.00 Uhr
  • Ort: Behandlungszentrum Euskirchen (auf dem Gelände des Marien-Hospitals), Gottfried-Disse-Str. 38e, 53879 Euskirchen
  • Telefonische Voranmeldung wird erbeten unter Telefon 02251 9871-0

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Traumabewältigung – wenn die Seele heilen muss

Ein psychisches Trauma entsteht als Reaktion auf ein belastendes, erschütterndes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung, die die individuellen Bewältigungsmöglichkeiten eines Menschen übersteigen. Wenn das auslösende Ereignis vorbei ist, bedeutet dies leider nicht, dass auch die seelische Verletzung überwunden ist.

Bei körperlichen Verletzungen müssen Wunden medizinisch versorgt werden und können noch längere Zeit schmerzhaft sein. Auch eine seelische Verletzung bedarf der Abklärung, Unterstützung und gegebenenfalls Behandlung, um langfristigen gesundheitlichen und psychosozialen Beeinträchtigungen vorzubeugen.

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Wie zeigt sich eine Traumatisierung?

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf psychische Traumatisierung. Dies umfasst sowohl die Art als auch die Dauer bis zum Einsetzen der Symptomatik. Häufige Symptome sind z.B. ständig wiederkehrende und belastende Erinnerungen an das Trauma, Albträume, Ängste, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, gedrückte Stimmung, sozialer Rückzug, Interessenverlust, Konzentrationsstörungen, erhöhte Schreckhaftigkeit und Reizbarkeit, körperliche Symptome (z.B. Magen-Darm-Trakt, Rückenschmerzen) sowie ein Gefühl von Fremdheit und Irrealität bzw. befremdliches Erleben der Umwelt.

Die Ziele – was wollen wir erreichen?

  • schnelle konkrete Hilfe
  • Prävention von Traumafolgestörungen
  • Behandlung akuter Belastungssymptome
  • Wiederherstellen des Gefühls von Sicherheit und Selbstkontrolle

Unser Angebot – was wir für Sie tun können

Wir, ein Team aus erfahrenen Kinder- und Jugendpsychiater*innen, Kinderärzt*innen, Kinderpsycholog*innen sowie Mitarbeitende weiterer Berufsgruppen informieren und beraten Kinder und Jugendliche und ihre Familien zum Thema Trauma und Traumafolgestörungen. Wir helfen den Betroffenen, die als überwältigend empfundenen Gefühle in den Griff zu bekommen.

  • ausführliche Aufklärung, Beratung und Information über psychische Folgen einer Traumatisierung
  • schnelle Krisenintervention (bis zu fünf Gespräche)
  • Förderung individueller Bewältigungsmöglichkeiten
  • Behandlung bestehender Belastungssymptome
  • Vorbeugung der Entstehung von Folgestörungen
  • diagnostische Abklärung, ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt
  • wenn benötigt, Hilfe bei der Organisation der Weiterbehandlung, z.B. ambulante Psychotherapie

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