Literacy

Literacy-Erziehung

In unserer co-therapeutischen Arbeit auf der Station hat die „Literacy-Erziehung" eine große Bedeutung. Hierzu zählen unter anderem die gemeinsame Bilderbuchbetrachtung und das gemeinsame Vorlesen. Diese Aktivitäten bilden wichtige Säulen in unserem Tagesablauf und werden regelmäßig durchgeführt. Sie ermöglichen den Kindern vielfältige Erfahrungen und neue Kenntnisse in Sprache und Schriftkultur.

Bilderbuchbetrachtung

Die im Buch befindlichen Bilder bieten Denkanstöße, regen die Sprechfreude an und helfen bei der Wortschatzerweiterung. So lassen sich beispielsweise abgebildete Gegenstände benennen und die zwischen ihnen bestehenden Beziehungen versprachlichen. Bildergeschichten können mit den realen Erlebnissen der Kinder verglichen und nacherzählt werden oder als Anstoß für die Erfindung eigener Geschichten genutzt werden.

Vorlesen/Erzählen

Durch das Vorlesen lernen Kinder die Schriftsprache kennen. Sie erfahren, wie man Bücher liest, lernen die Beziehung von Text und Bild zu verstehen und entdecken ihr Interesse am Lesen. So werden die Konzentrationsfähigkeit und das Bewusstsein für Buchstaben-Lautverbindungen gefördert. Um den Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen eine individuell angemessene Förderung zu ermöglichen und Über- und Unterforderungen zu vermeiden, gehen wir in unseren Angeboten nach dem pädagogisch- entwicklungslinguistischen Konzept der „Language –Route" vor.

Projekt: Selbst ein Buch gestalten

Durch die regelmäßige Beschäftigung mit Büchern ist der Wunsch bei den Kindern entstanden, selbst ein Buch zu gestalten. Zu diesem Zweck wurden mehrere Kleingruppen gebildet. Es waren sowohl Kinder darunter, die gut schreiben konnten als auch Kinder, die ihre Stärke im kreativen, zeichnerischen Bereich hatten. Im Rahmen des Monatsthemas „Winter" überlegte sich jede Kleingruppe einen Titel und die Rahmenhandlung. Durch gezielte Fragen zum Inhalt leitete die pädagogische Fachkraft die Kinder dazu an, die einzelnen Szenen detaillierter zu beschreiben. Die Arbeit der Kinder an einer solchen Buchgeschichte förderte nicht nur Kreativität und Fantasie, sondern auch Wortschatz und Satzbau. Die Herausforderung bestand vor allem darin, sich gemeinsam auf ein Thema zu einigen, dabei sowohl eigene Gedanken einzubringen als auch die Ideen anderer gleichwertig gelten zu lassen und miteinander Kompromisse zu finden. Nach etwa drei Wochen intensiver Arbeit am Buch können die Kinder mit Recht stolz auf ihre Arbeit sein. Stellvertretend für alle ist hier eines der Bücher vorgestellt:

Nach oben