Beispiele unseres jährlichen Sommerferienprogramms

In den Sommerferien haben wir immer ein interessantes Programm, das oft auch unter einem bestimmten Motto steht. Im Jahre 2011 ging es um den Vergleich von „Früher" und „Heute". Dazu besuchten wir das LVR-Freilichtmuseum in Kommern und einen Workshop zum Thema Strom und neue Energie. Auf dem Reiterhof konnten wir eine Kutschfahrt mit 2 PS machen - früher gab es ja noch keine Autos…

Ausflug ins LVR-Freilichtmuseum Kommern am 11. August 2011

32 Kinder und 15 Betreuer starteten um 8:30 Uhr mit dem Bus in die Eifel. Um 10 Uhr begann dann in Kommern die Führung in drei Kleingruppen. Alle erfreuten sich einer lebendigen, kindgerechten Schilderung des Alltags von damals.

An der Viehtränke erfuhren die Kinder, wie das Wasser gepumpt wurde und danach in Eimern zum Kochen und Waschen von den Frauen und Kindern in die Häuser getragen werden musste.

Im Schulhaus befand sich unten die Backstube - im Winter ein sehr begehrter Ort, da es dort schön warm war. Die Restwärme der Backstube wurde zum Wäschetrocknen genutzt. Alle Kinder sind gern in die Schule gegangen, auch, weil sie sonst zu Hause hart arbeiten mussten. In der Schule sollten sie ganz still sitzen, und wer das nicht tat, musste zur Strafe auf dem Strafholz knien. Es gab keine Schulbücher, aber eine riesengroße Rechenmaschine, ausgestopfte Tiere für den Naturkundeunterricht und ein Harmonium, denn es wurde viel gesungen. Geschrieben wurde mit einer Gänsefeder und Tinte.

uf dem Weg zu anderen Häusern und den Tiergehegen ging es durch den Wald und an einem Feld vorbei. Auch hier gab es ganz viel Interessantes zu entdecken, und die Museumspädagogin konnte die Kinder für die vielen Früchte der Natur begeistern. Auch einen Mähdrescher, der mit Dampf (Kohle) betrieben wurde, konnten wir bestaunen.

Als wir zu den Tieren kamen, war es erst mal genug mit Zuhören und Fragenstellen! Da wurden die Ziegen gekrault, die Hühner gejagt und die Schweine beobachtet. Mit seinem Rüssel durchwühlte ein Schwein den Schlamm. Es wollte einen seiner faulen Mitbewohner zu etwas mehr Bewegung bringen. Dieser ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen, grunzte nur und schlief dann weiter.

In einem der Häuser erfuhren wir etwas über die Bedeutung der Feuerstelle, die für die Essenszubereitung genutzt wurde und gleichzeitig das Haus wärmte. Der Rauch machte zwar den Schinken haltbar, führte aber auch dazu, dass viele Menschen schlimmen Husten bekamen. Deshalb schliefen die Menschen meist im Hocken, was wiederum den Vorteil hatte, dass mehr Leute in ein Bett passten und man nicht so frieren musste. Im Bauerngarten durften wir Kapuzinerkresseblüten probieren, die sind ganz schön scharf!!!

Als die Führung vorbei war, gab es unsere leckeren Lunchpakete. Soviele Eindrücke machen ganz hungrig. Dann ging es aber noch zu den Windmühlen. Die Treppe dort war ganz steil, aber alle Kinder waren mutig und sind hochgeklettert.

Zum Abschluss haben sich alle auf dem Spielplatz richtig ausgetobt. Das war ein toller Tag!

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Workshop "Strom"

Durch Geschichten, Märchen und den Besuch des Freilichtmuseums in Kommern konnten die Kinder das einfache, aber auch beschwerliche Leben früherer Generationen kennen lernen. Im weiteren Verlauf der Ferien beschäftigten sich die Kinder mit den lebenserleichternden technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit. Hierzu wurde von den Stadtwerken Bonn zum Thema: „Wie entsteht Strom? Wie kann man Energie sparen?" ein Workshop angeboten. Eifrig beteiligten sich die Kinder mit ihrem Vorwissen. Sie zählten alle ihnen bekannten Geräte des Haushaltes auf, bei denen man Strom braucht.

Besonderen Spaß machte es ihnen, die verschiedenen Methoden der Stromerzeugung durch aktive Beteiligung an verschiedenen Experimenten kennenzulernen. Zuerst verfolgten die Kinder gespannt, ob der Dynamo des kleinen Wasserrades genug Energie bekommt, um im Vorführhaus das Licht brennen zu lassen.

Dann wurde über die Windkraft Strom erzeugt. Die mitgebrachten Windräder zum Pusten drehten sich im Anschluss recht heftig.

Ganz spannend fanden es die Kinder auch, wie die Sonne die Solarzellen beeinflusst und das Licht im Haus hell erstrahlen lässt. Zum Abschluss wurde anhand von Bildkarten erörtert, was Energieverschwendung ist und wie die Kinder dies vermeiden können.

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Besuch auf dem Reiterhof - bei den Ponys und im Maislabyrinth

Im Rahmen des Sommerferienprogramms 2011 besuchen wir, wie schon in den Jahren davor oft den Heiderhof bei Königswinter-Vinxel, zu dem ein Maislabyrinth gehört.

Die Kinder freuten sich schon Tage vorher auf diesen Ausflug, auf den sie mit dem Thema "Bauernhof" seit einigen Wochen vorbereitet wurden. Am Tag selber ging es mit Bus und Bahn los. Bereits auf dem Weg zum Zielort hatten die Kinder und ihre Betreuer viel Spaß.

Auf dem Reiterhof angekommen erwartete uns zunächst ein Hufschmied. Wir durften ihm beim Beschlagen der Hufe von Pferd Schicki-Micki zuschauen. Die Kinder waren sehr interessiert an der Arbeit des Schmieds und konnten viel lernen.

Zur Abwechslung und um erste Erfahrungen mit Pferden und Ponys zu sammeln, standen im Anschluss zwei Ponys und ein Pferd für eine Kutschfahrt und zum Reiten zur Verfügung.

Nach den vielen neuen Eindrücken, bei schönem Sonnenschein und der guten Landluft hatten alle großen Hunger bekommen und stärkten sich an den mitgebrachten Lunchpaketen.

Anschließend ging es ins Maislabyrinth. Teilweise fühlte man sich wie im Dschungel und die Kinder waren gespannt, was sich im Labyrinth versteckt. Mit sehr viel Spaß ertasteten und errieten die Kinder an zwei Stationen im Labyrinth verschiedene Getreidesorten.

Auf der Wippe, dem Trampolin und dem Tigerententraktor tobten die Kinder und waren quietschvergnügt. Am späten Nachmittag, als wir wieder zurück waren, gab es noch viel zu erzählen. Sehr müde fielen die Kinder am Abend dann in ihre Betten.

Als Erinnerung an diesen Tag durfte jedes Kind ein Hufeisen mit nach Hause nehmen.

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