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Pressemitteilung vom 21.10.2021

Ausgezeichnete Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Epilepsie

Ein Zertifikat der Fachgesellschaft

Bonn, 20.10.2021. - Das Kinderneurologische Zentrum (KiNZ) der LVR-Klinik Bonn ist seitens der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie als Epilepsieambulanz zertifiziert worden. Die Fachgesellschaft hat nach Prüfung der Kriterien das entsprechende Zertifikat ausgestellt. „Diese Auszeichnung freut uns sehr! Damit wird die über Jahre exzellente Arbeit hier im Kinderneurologischen Zentrum des LVR anerkannt und gewürdigt“, freut sich Prof. Dr. Peter Borusiak, seit Mitte des Jahres Chefarzt des Kinderneurologischen Zentrums.

„Epilepsiebehandlung ist mehr als nur die Therapie der Anfälle mit Medikamenten. Die Erkrankung gehört mit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter und hat für einige Betroffene und ihre Familien weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Alltag. Durch die Betreuung und Begleitung im interdisziplinären Team kann eine ganzheitliche und umfassende Behandlung ermöglicht werden.“, so Borusiak weiter.

Im Kinderneurologischen Zentrum arbeiten viele Berufsgruppen Hand in Hand unter einem Dach: spezialisierte Ärzt*innen, Psycholog*innen, Logopäd*innen, Physiotherapeut*innen, Ergotherapeut*innen, Sozialarbeiter*innen um nur einige zu nennen. Die Koordination des Teams der Epilepsieambulanz liegt in den Händen der leitenden Oberärztin Petra Klein. Sie hat – wie auch Borusiak - lange Jahre am international renommierten Epilepsiezentrum in Bethel gearbeitet. „Nur durch einen ganzheitlichen Ansatz kann man den individuellen Bedarfen der jeweiligen Patient*innen gerecht werden“, erzählt Borusiak. Auch die enge Einbeziehung der Familien und des sozialen Umfeldes wie beispielsweise des Kindergartens oder der Schule, sind laut Borusiak elementare Bestandteile des Angebotes in der Ambulanz des KiNZ.

Der multiprofessionelle Ansatz sei umso wichtiger, als dass es nicht „die“ Epilepsie gebe, sondern eine Vielzahl von Epilepsien mit ganz unterschiedlichen Verläufen. Gerade im Kindes- und Jugendalter reiche die Spanne von Verläufen mit gutem Ansprechen auf Medikamente und praktisch fehlenden Einschränkungen im Alltag bis zu Patient*innen mit therapieschwierigem Verlauf. Am Anfang stehe häufig zunächst die Frage, ob es sich überhaupt um eine Epilepsie handele oder eine andere Erkrankung vorliege. Eine Hirnstrommessung (EEG) helfe oft weiter, aber manchmal sei doch eine ziemliche „Tüftelei“ notwendig, um der Situation auf die Spur zu kommen. Eine bedarfsgerechte und patientenzentrierte Versorgung steht für uns immer im Mittelpunkt.

Betroffene Familien wenden sich bitte direkt an das Kinderneurologische Zentrum unter der Rufnummer 0228 6683-130

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